Freitag, 28. September 2007

Whisky-Training


Es war ein exklusiver Abend mit wirklich tollen und anspruchsvollen 'Trainingseineiten'. Die dazu gezielte Aufnahme hochwertigster Eiweiße direkt aus den USofA unterstütze und ergänzte die intensiven Übungen in hervorragender Weise. Es sei nicht unerwähnt, dass das Trainingslager vor allem auch durch die liebe Kameradschaft unter den Sportfreunden abgerundet wurde.

Unser herzlichster Dank gilt unserem Head-Coach Clemens für die Idee und den ausgefallenen Trainingsplan, sowie unserem Platz- und Zeugwart Rudi für die professionelle Ausrüstung und die klasse Rundum-Versorgung.

An dieser Stelle sei allen eindringlich ins Gedächtnis gerufen:

Alkohol ist keine Lösung - sondern ein Destillat!

Cheers

Die Vorgeschichte:
Es sollte ein Whisky-Tasting für unseren Stammtisch sein aber ein Versprecher einer Ehefrau, die eine ebensolche Gute ist und somit Recht hat, machte die Angelegenheit zum Whisky-Training.

Unser Stammtischbruder Clemes erbot sich ein ganzes Sortiment von leckeren Lebenswassern mitzubringen. Unter anderen:
- Strathmill, 28 Jahre, Highland, single cask, 44%
- Glen Broich, 12 Jahre, Speyside, Eichenfass, 40%
- Longmorn, 15 Jahre, Speyside, Bourbon- und dann Rioja-Fass-gereift, 46%
- Aberlous a´bunabh, ohne Altersangabe, Speyside ungefiltert, 59,8%
- Bunnahabhain, 12 Jahre, Isle of Islay, 40%
- Bowmore, 15 Jahre, Isle of Islay, Sherry Cask, 43%
- Glen Ord, 12 Jahre, Highland, zuletzt im Sherryfass, 43%
- Glen Rothes, ohne Altersangabe, Speyside, 43%
- Glenmorangie, Highland, Eichenfass, 46%
- Lagavullin, 16 Jahre, Isle of Islay, 43%
- Glen Grant, 37 Jahre, Sherryfass, 55,9%
- Laphroaig, 15 Jahre, Isle of Islay, 43%
u.a.m.

Dazu besorgte uns Rudi echte Amerikanische Rib-Eye-Steaks, in Gewichtsklassen um 400g, die mit reichlich angebratenen Zwiebeln, gutem Brot und einer kleinen Vitaminspritze frischen Salates für eine gute Grundlage sorgten.

Mittwoch, 5. September 2007

Kriminalfall

Sonntag Nacht 3:13 Uhr, der Mann liegt in unruhigem Schlaf in seinem Bett als ihn laute Geräusche von 'etwas herab fallendem' jäh wecken. Was war das? Einbrecher? Erstmal den Atem kontrollieren und hören ob jemand in der Wohnung ist. Nein, scheint niemand da zu sein. Er steht auf und schleicht aus dem Schlafzimmer, um einen Raum nach dem anderen auf die Ursache des Getöses hin abzusuchen. Im Bad angekommen bietet sich ihm ein schreckliches Bild.
Die Stange des Duschvorhangs über der Badewanne war, natürlich mitsamt dem Vorhang, heruntergekracht. Während die Stange mit ein paar leichten Prellungen und der Vorhang mit einigen kleinen Knittern davon gekommen waren, lag in umittelbarer Nähe dieser beiden auf dem Boden ein toter Körper!
Was war geschehen?
Die Befragung der allfällig anwesenden Zeugen ergab natürlich wieder einmal nichts. Wie schon so oft hüllte sich die ganze Umgegend in Schweigen. Niemand, weder Handtuch, Zahnbürste, Seife, Rasierer und selbst der sonst so beredte Spiegel wollten etwas gesehen haben.
Auch die Leiche selbst gab nur Rätsel auf, niemand konnte sie konkret identifizieren und auch die Fingerabdrucksvergleiche blieben ergebnislos.
Kein Täter, kein klarer Tathergang, kein Motiv, eine nicht identifizierte Leiche ... jetzt ist alles Spekulation ....
War es ein Unfall oder gar Mord? Hatte die Spannfeder der Vorhangstange einen kurzen Schwächeanfall? Woraufhin Stange und Vorhang den Halt verloren und in ihrem frei fallenden, doch unaufhaltsamen Streben zum Erdmittelpunkt hin, das zufällig vorbeikommende Geschöpf vermittels heftigen Aufeinandertreffens zum Opfer machten? Oder war das Opfer im Dunkel der Nacht einfach vom Wege abgekommen und mit der Vorhangstange kollidiert. Hierbei wurde der aufprallende Körper unsanft aus seinem Leben gerissen, während Stange und Vorhang beim nachfolgenden Sturz fast unverletzt geblieben sind. War es vielleicht gar keine Schwäche der Feder sondern gemeinsam gemeine und hinterhältige Absicht von Stange, Vorhang und Schwerkraft heimtückisch ein Lebewesen zu töten? Oder war das Opfer gar kein Opfer sondern ein Attentäter der sich auf die Vorhangstange stürzte um diese und den ihr angetrauten Vorhang umzubringen? Nicht nur dass der An-Schlag offensichtlich ein Fehl-Schlag war, obendrein verlor der Täter, durch Zufall oder Absicht, selbst unwiederbringlich einen wichtigen Teil seines Essbestecks. Was wirklich geschehen war werden wir wohl nie erfahren ....

Dieser Fall wird wohl wie viele andere ungeklärt zu den Akten gelegt und der Kadaver fachgerecht entsorgt werden.