Wettkampf ist immer und überall
Neulich beim Laufen fühle ich mich ziemlich schlapp. Mein Körper wehrt sich jegen jede Bewegung. Träge einen Fuß vor den anderen setzen und dabei auch noch anzuheben war nur mit äußerster Willenskraft möglich. Spüre ich da irgendwo Schmerzen auf die ich meine Hypomotorik schieben kann? Nein, eigentlich nicht. Was mache ich hier eigentlich allein im Wald wo mir jeder nächste Baum als Ziel dient um vorwärts zu kommen? Allein?? Plötzlich schießt eine Gruppe rüstiger Rentner munter plaudernd im strammen Wanderschritt an mir vorbei. Auch das noch. Mein Kopf fühlt sich sofort herausgefordert bloß nicht hinter denen zurück zu bleiben, meine Beine nicht. Jetzt gilt es, die oder ich, der alte Kampfgeist erwacht (langsam). Ich hole alles aus mir heraus, gebe Gas bis zum Anschlag. Da vorn sind sie, ich werde sie einholen und überlaufen. Aus diesem Wald werde ich nicht mit einer Niederlage heimkehren. Und dann kommt er, der Moment des Triumphes. Ich rase an ihnen vorbei, strenge mich an eine ordentliche Körperhaltung zu haben, obwohl ich dazu eigentlich schon keine Kraft mehr habe. Und bloß nicht Schnaufen wie ein Walross. Der Versuch die Atmung zu kontrollieren nimmt mir jeglichen Restsauerstoff aber für einen großen Sieg opfert man ja gerne ein paar Hirnzellen. Es ist vollbracht, ich habe gesiegt!!! - aber nur weil die Leute gerade eine Kaffeepause gemacht haben ......
